Strukturierte Produkte: Chancen mit System


«Strukturierte Produkte sind kein Selbstzweck. Ihr Mehrwert entsteht dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden, um das Verhältnis zwischen Risiko und Renditechancen innerhalb eines Portfolios zu optimieren.» — Markus Schmidig, Stellvertretender Geschäftsführer, Wenzinger & Tschan Finanz AG
Nicht jede Börsenphase verläuft gleich. Mal steigen die Märkte deutlich, mal fallen sie und manchmal bewegen sie sich über längere Zeit kaum vom Fleck. Genau für solche Situationen können strukturierte Produkte eine sinnvolle Ergänzung innerhalb einer Vermögensstrategie sein.
Sie gehören zu den vielseitigsten Instrumenten der modernen Vermögensanlage. Richtig eingesetzt erweitern sie die Möglichkeiten eines Portfolios und helfen, Chancen gezielt zu nutzen, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Was sind strukturierte Produkte?
Strukturierte Produkte kombinieren verschiedene Finanzinstrumente zu einer massgeschneiderten Anlagelösung. Dadurch lassen sich Strategien umsetzen, die mit Aktien oder Obligationen allein oft nicht möglich sind.
Je nach Ausgestaltung können sie regelmässige Erträge ermöglichen, das Verhältnis zwischen Risiko und Renditechancen gezielt verbessern oder auch in Märkten, die weder deutlich steigen noch fallen, attraktive Renditechancen eröffnen.
Dabei ist wichtig zu verstehen, dass strukturierte Produkte keine eigene Anlageklasse sind. Sie sind vielmehr ein Instrument, um eine Anlagestrategie gezielt an unterschiedliche Marktbedingungen anzupassen.
Warum werden strukturierte Produkte eingesetzt?
Der grösste Vorteil liegt in ihrer Flexibilität. Laufzeit, Coupon, Barrieren und Rückzahlungsbedingungen werden bereits bei der Emission festgelegt. Dadurch ist von Anfang an klar, unter welchen Voraussetzungen Erträge erzielt werden und welche Risiken bestehen.
Für professionelle Vermögensverwalter sind strukturierte Produkte deshalb kein Selbstzweck. Sie werden gezielt eingesetzt, wenn sie gegenüber einer klassischen Direktanlage einen strategischen Mehrwert bieten.
Wann können sie sinnvoll sein?
Strukturierte Produkte eignen sich insbesondere als Ergänzung zu Aktien und Obligationen. Sie kommen häufig dann zum Einsatz, wenn sich die Märkte seitwärts entwickeln, die Schwankungen zunehmen oder ein Unternehmen zwar attraktiv erscheint, das direkte Investment jedoch mit höheren Risiken verbunden wäre.
In solchen Situationen können sie zusätzliche Ertragsquellen erschliessen und gleichzeitig das Risiko innerhalb des Gesamtportfolios bewusst steuern.
Entscheidend ist jedoch, dass jedes strukturierte Produkt hinsichtlich Chancen, Risiken und Laufzeit zur persönlichen Anlagestrategie passt.
Fazit: Strategie statt Produkt
Strukturierte Produkte erweitern die Möglichkeiten einer modernen Vermögensanlage. Richtig eingesetzt helfen sie, Chancen gezielt zu nutzen und Risiken bewusst zu steuern.
Wie bei jeder Anlageform entscheidet jedoch nicht das Produkt allein über den Erfolg, sondern eine klare Strategie und die passende Einbindung in das Gesamtportfolio.


